rTMS (repetitive transcranielle Magnetstimulation) zur Therapie von Migräne

Eine neue Studie ist geplant

Wie effektiv ist die rTMS zur Therapie von Migräne?

Eine geplante Studie in Deutschland wird diese Frage vielleicht beantworten.
Eines der Studienzentren ist die Privatpraxis für Neurologie im Vest, eine Privatpraxis in Recklinghausen.
Stefanie Dierkes-Möller, Leiterin dieser Praxis spricht über ihre Erwartungen an diese Studie:

Die Migräne Studie wird insgesamt 40 Patienten einschließen, die im Monat an 8-14 Tagen unter Migräne leiden.
Es werden auch Patienten aufgenommen, die vor einer Migräneattacke eine Aura mit Wahrnehmungsstörung erleben, wovon ca. 10-15% der Migränepatienten betroffen sind.
Eine Aura tritt typischerweise ca. 30 Minuten vor der Migräneattacke auf. Häufige Symptome sind Sehstörungen wie Lichtblitze, Flimmern vor den Augen, Sehminderung oder Gesichtsfeldverlust. Andere Symptome können Kribbeln, Taubheitsgefühle, Lähmungen, Sprachstörungen, Wahrnehmungsänderungen oder Geruchsveränderungen sein.

Stefanie Dierkes-Möller hat die Erfahrung gemacht, dass die rTMS Therapie eine effektive Therapie zur Behandlung von Migräne mit Aura ist, besonders während des Auftretens der Aura.
- Die Aura Symptome eines Migänepatienten sind in der Regel immer dieselben und deren Auftreten ist spezifisch für eine Migräne.-

Zum Beispiel hatte eine ihrer Angestellten Symptome einer Aura (Gesichtsfeldverlust) während der Arbeit. sie behandelte sie mit rTMS. Sofort hörten die Aurasymptome auf, sie konnte sofort wieder gut sehen und die anschließenden Kopfschmerzen waren deutlich weniger intensiv als gewöhnlich. Sie konnte ihre Arbeit fortsetzen, ohne Medikamente einzunehmen, sagt Stefanie Dierkes-Möller.

rTMS gegen Migräne könnte eine effektive alternative Therapie darstellen.

In meiner Arbeit als Neurologin habe ich die rTMS gegen Migräne als eine erfolgreiche und effektive Therapiealternative ohne Nebenwirkungen kennengelernt.
Die Teilnahme an dieser Studie empfinde ich persönlich als interessant, bereichernd, spannend und nachhaltig, sagt Stefanie Dierkes-Möller.

Wenn diese Studie nachweist, dass Patienten mit einer schweren Form der Migräne von der rTMS profitieren, wäre das natürlich der Nachweis der Stärke dieser Therapie, sagt St. Dierkes-Möller als Grund für die Teilnahme an dieser Studie.
Eine CE-Zertifizierung würde eine weitere Verbreitung unterstützen.

Heute werden die Kosten für diese Therapie nicht von den Krankenversicherungen übernommen. St. Dierkes-Möller hofft, dass sich mit einer CE-Certifizierung der rTMS als Therapie gegen Migräne dieses ändert.

Stefanie Dierkes-Möller, die neben der rTMS gegen Migräne diese auch gegen Depression und Angst seit 2010 einsetzt, ist der Meinung, dass die Zulassung dieser Therapie zu einer weiten Verbreitung führen wird.

Die rTMS Migräne Studie

In der Migräne Studie wird die rTMS mit einer Scheinstimulation verglichen.
Es werden Patienten untersucht, die an 8-14 Tagen pro Monat an einer Migräneattacke leiden, bestimmt durch die internationale Klassifikation ICHD-III-beta.
Drei Zentren werden an der Studie teilnehmen und 40 Patienten sollen eingeschlossen werden. 50% erhalten die richtige Therapie, 50% die Scheinstimulation.
Die Behandlung wird innerhalb von 2 Wochen, jeweils an 3 Tagen durchgeführt. (Insgesamt 6 Behandlungen)
Die Patienten werden mit einer hohen Frequenz longitudinal und transversal stimuliert, mit nachfolgenden “Bursts”.

Quelle: MagVenture News März 2015 (Übersetzung S. Dierkes-Möller)